Trainings und Briefings
Wir bilden Menschen für die Umgebung aus, in die sie wirklich reisen, mit ihren Routen, ihren Fahrzeugen und ihrer Eskalationskette. Ein allgemeiner Kurs für Hochrisikogebiete lehrt ein Curriculum. Wir üben die Situationen, die in genau diesem Einsatz am wahrscheinlichsten eintreten.
Was die Arbeit umfasst
HEAT-Training für Ihre Leute, die in Krisen- und Hochrisikogebiete reisen, aufgebaut auf dem Einsatz, den Sie tatsächlich durchführen. Medizinische und Erste-Hilfe-Ausbildung in dem Umfang, den der Standort realistisch vorhalten und beherrschen kann, von Blutungskontrolle für ein Team vor Ort bis zur vollen Auffrischung für Remote Medics. Krisenübungen für die Personen, die die benannten Stabsrollen übernehmen werden. Train-the-Trainer-Kurse, wenn das Ziel ist, dass Ihr Team den Kurs im nächsten Jahr selbst durchführt.
Dazu Reisebriefings vor Abflug, die kürzeste und meistgenutzte Form: eine Stunde zu Zielort, Anreise, örtlichen Gepflogenheiten, medizinischer Versorgung und Erreichbarkeit, für Einzelreisende ebenso wie für ein Team.
Lehre ist bei uns keine Nebentätigkeit. Unsere Geschäftsführung lehrt an Hochschulen und hat diverse E-Learning-Module entwickelt.
Wer bei uns ausbildet
Ausgebildet wird von Menschen, die die Lage selbst gefahren haben, nicht von Vollzeitdozenten mit Foliensatz. Das gilt für uns und ebenso für die Fachleute, die die Kurse mit uns durchführen, also Notfallmediziner, Personenschützer, Höhenretter und Kommunikationsspezialisten mit eigener Einsatzerfahrung.
Der Unterschied fällt in der Szenarienarbeit auf. Wer selbst an einem Kontrollpunkt gestanden hat, korrigiert eine Teilnehmerin nicht nach Lehrbuch, sondern erklärt, warum genau diese Bewegung an genau diesem Punkt gefährlich wird. Wir setzen Ausbildende deshalb nach ihrem Einsatzhintergrund ein und nicht nach Verfügbarkeit im Kalender.
Wie wir HEAT gewichten
Viele HEAT-Kurse verbringen einen großen Teil der Zeit damit, Gefangenschaft zu simulieren. Wir gewichten anders. Die gefährlichsten Momente einer Entführung sind der Zugriff selbst und jeder Flucht- oder Befreiungsversuch, und danach schrumpfen die Möglichkeiten der entführten Person auf Mitgehen und Durchhalten. Fast alles, worauf eine reisende Person tatsächlich Einfluss hat, liegt vor dem Zugriff. Deshalb liegt unser Schwerpunkt darauf, die Situationen zu erkennen, zu vermeiden und zu entschärfen, die dorthin führen. Verhalten in Gefangenschaft behandeln wir als Wissen zum Mitnehmen, nicht als Erfahrung zum Durchspielen.
Konkret sind das Journey Management, die Auswahl von Route und Unterkunft, Profil- und Mustermanagement, Surveillance Detection, Verhalten an Kontrollpunkten, eingeübte Actions-on, Kommunikationsregeln mit vereinbarten Auslösern, die Vorbereitung von Proof-of-Life-Fragen und der Umgang mit digitalen Spuren.
An die medizinischen Inhalte legen wir denselben Maßstab. Geübt wird, was eine reisende Person selbst tun kann, bevor professionelle Hilfe da ist, nicht was danach in einer Klinik geschieht.
Wo Ihr Entsender ein bestimmtes Format vorschreibt, liefern wir dieses Format, einschließlich des Entführungsmoduls. Ein vorgeschriebenes sechstägiges HEAT bekommen Sie bei uns als vorgeschriebenes sechstägiges HEAT. Unsere Gewichtung gilt dort, wo Sie frei entscheiden.
Nach einem Zugriff übernimmt ohnehin ein anderes Fach. Die Auflösung läuft über K&R-Versicherung und spezialisierte Response Consultants, und handlungsfähig ist dann Ihre Organisation, nicht die entführte Person. Genau deshalb trainieren wir Ihren Krisenstab getrennt.
Dazu eine ehrliche Einschränkung. Für Sicherheitsausbildung insgesamt ist die Wirkungsevidenz begrenzt, und niemand kann seriös belegen, dass ein bestimmtes Kursformat Zwischenfälle verhindert. Wir bauen die Kurse deshalb aus Vorfalldaten und aus dem, was über Erwachsenenlernen bekannt ist, statt aus Tradition. Und HEAT bleibt eine Maßnahme innerhalb eines Travel-Risk-Programms nach ISO 31030, kein Ersatz dafür.
Wer vor Ort ausführt
Konzeption, Curriculum und Durchführung sind unsere Arbeit. Wo ein Kurs eine regulierte Qualifikation braucht, ein Zertifikat einer bestimmten nationalen Stelle oder klinische Praxis an echten Patienten, läuft das über einen akkreditierten lokalen Ausbildungsträger, und das Zertifikat kommt von dort. Uns ist lieber, die Grenze ehrlich zu benennen, als ein Zertifikat zu verkaufen, das nicht anerkannt wird, wo Sie es brauchen.
Woran wir uns messen
Häufige Fragen
Gibt es einen anerkannten Standard für HEAT?
Nein, und das sollte man wissen, bevor man einkauft. Einen formell anerkannten internationalen HEAT-Standard gibt es nicht. Es gibt keine Stelle, die Kurse zertifiziert, keine festgelegte Mindestdauer und keinen verbindlichen Inhaltskatalog.
Was es gibt, sind Beschaffungsleitfäden einzelner Sektoren. Im humanitären Bereich stellt das Global Interagency Security Forum Material bereit, im Journalismus arbeiten die ACOS Alliance mit dem Industry Standard for Safety Training und das International News Safety Institute daran, und einzelne Entsender schreiben ihren eigenen Rahmen vor. Manche Anbieter lassen ihre Kurse zusätzlich über ein allgemeines Qualitätssiegel prüfen, was etwas über die Kursorganisation aussagt, aber nichts über den Inhalt.
Für Sie heißt das zweierlei. Ein HEAT-Zertifikat trägt den Ruf des Anbieters, nicht das Gewicht einer Norm. Und die einzige Frage, die zählt, ist, ob die Stelle, die Sie entsendet, diesen Kurs anerkennt. Das klären wir vorher.
Gibt es ein Zertifikat?
Ja, und es lohnt sich, genau hinzusehen, welches. Wir dokumentieren Teilnahme, Inhalte, Dauer und Datum. Diese Bescheinigung sagt aus, was sie sagt, nämlich dass jemand bei uns diesen Inhalt in diesem Umfang durchlaufen hat.
Davon zu unterscheiden sind regulierte Qualifikationen, bei denen der Gesetzgeber oder ein Auftraggeber die ausstellende Stelle vorschreibt. Betriebliche Ersthelfer dürfen in Deutschland nach § 26 Abs. 2 DGUV Vorschrift 1 nur eingesetzt werden, wenn sie bei einer ermächtigten Stelle ausgebildet wurden. Ähnlich liegt es bei GWO-Modulen für die Windindustrie und bei allem, was klinische Praxis an echten Patienten verlangt. In diesen Fällen organisieren wir die Durchführung über eine zugelassene Stelle, und das Zertifikat kommt von dort.
Für HEAT gibt es diese Instanz nicht, weil kein anerkannter internationaler Standard existiert. Ein HEAT-Zertifikat ist deshalb so viel wert wie der Anbieter, der es ausstellt. Ob Ihr Entsender es akzeptiert, klären wir vorher statt hinterher.
Wie groß sollte eine Gruppe sein?
Die Kursgröße ist die falsche Zahl. Entscheidend ist, wie viele Teilnehmende auf eine ausbildende Person kommen und wie viel Zeit jede Person selbst handelt statt zuzusehen.
Belastbare Zahlen dazu kommen aus der Simulationsforschung in der Medizin. Das ist ein anderes Fach, aber dasselbe Grundproblem. Für praktische Fertigkeiten sind Gruppen von zwei bis vier am wirksamsten, oberhalb von etwa sechs fällt die Wirksamkeit ab. Für die Erwachsenenbildung gilt daneben die Faustregel, dass Teilnehmende mindestens siebzig Prozent der Zeit selbst aktiv sein sollten.
Praktisch heißt das, dass eine Zwölfergruppe kein Problem ist, solange genug Ausbildende dabei sind und in Kleingruppen gearbeitet wird. Dieselbe Gruppe mit einer einzigen ausbildenden Person ist eine, in der die meisten zusehen. Wir planen in der Regel eine ausbildende Person auf drei Teilnehmende, und ein Szenarientraining im vollen Format setzen wir mit mindestens vier Ausbildenden an. Das kommt nicht aus einer Quote, sondern aus den Rollen, denn Rollenspiel, Sicherung, Übungsleitung und Beobachtung lassen sich nicht in Personalunion erfüllen.
Bei kleinen Gruppen bauen wir den Kurs anders auf, statt ihn dünner zu besetzen. Weniger große Szenarien, dafür mehr praktische Übungen in kurzen Schleifen, an denen jede Person mehrfach selbst dran ist. Das Ergebnis ist gleichwertig, der Weg dorthin ein anderer, und welches Format Sie bekommen, klären wir vorher statt vor Ort. Fragen Sie einen Anbieter aus demselben Grund nach der Zahl der Ausbildenden statt nach der Zahl der Plätze. Reine Briefings und Sensibilisierung skalieren dagegen weit darüber hinaus, weil dort niemand etwas mit den Händen können muss.
Schulen Sie auch im Einsatzland?
Meistens ja, und in der Regel ist es die bessere Wahl. Die Szenarien nutzen dann die echten Straßen, die echte Klinik und den echten Funkverkehr, und geübt wird mit den Fahrzeugen und Geräten, die danach wirklich benutzt werden. Der Übertrag in den Alltag ist deutlich höher als bei einem Kurs auf einem Übungsgelände in Europa.
Drei Dinge klären wir vorher. Erstens die Rechtslage, denn Sicherheitsausbildung ist in manchen Ländern erlaubnispflichtig, und für Übungsmaterial, das nach Waffe oder Uniform aussieht, gilt das fast überall. Wir führen den Kurs deshalb über einen im Land zugelassenen Ausbildungspartner. Zweitens die Außenwirkung, denn ein Szenario, das aus der Ferne wie ein echter Vorfall aussieht, ist selbst ein Risiko. Örtliche Behörden, der Standort und die Nachbarschaft werden vorher informiert. Drittens die Lage. Wo sie das unsicher macht, läuft der Kurs im Nachbarland, und wir behalten die konkreten Inhalte bei, also dieselben Routen, dieselben Kliniken und dieselben Kontakte auf dem Papier.
Weitere Leistungen
Travel Risk Management und Duty of Care
Travel-Risk-Programme nach ISO 31030, von der Freigabeschwelle bis zur Eskalation.
Mehr erfahrenMedizinische Absicherung und Rettung
Medizinische Konzepte, Staffing-Planung und die vollständige MEDEVAC-Kette.
Mehr erfahrenPersonenschutz und Close Protection
Schutzkonzepte, Advance Work und Führung, Low Profile aus der Planung.
Mehr erfahrenRisiko- und Bedrohungsanalyse
Länder- und Standortanalysen, Begehungen und Audits, die in Entscheidungen enden.
Mehr erfahrenKrisen- und Notfallmanagement
Krisenstrukturen mit benannten Rollen, vor der Übergabe geübt.
Mehr erfahrenErst sprechen
Jedes Mandat beginnt mit einem vertraulichen Gespräch, und das ist kostenfrei. Beschreiben Sie den Einsatz und die Sorge dahinter. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob das die richtige Leistung ist, eine andere oder gar keine.
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