Trainings und Briefings
Wir bilden Menschen für die Umgebung aus, in die sie wirklich reisen, mit ihren Routen, ihren Fahrzeugen und ihrer Eskalationskette. Ein allgemeiner Kurs für Hochrisikogebiete lehrt ein Curriculum. Wir üben die Situationen, die genau dort am wahrscheinlichsten eintreten, wo dieses Team hinfährt, und das ist ebenso oft ein medizinischer wie ein sicherheitsbezogener Notfall.
Was die Arbeit umfasst
Der größere Teil unserer Ausbildung ist medizinisch. Erste Hilfe und Notfallausbildung für Teams, die weit entfernt von einem Rettungswagen arbeiten, in dem Umfang, den ein Standort realistisch vorhalten und aktuell halten kann. Blutungskontrolle und Erstversorgung für ein Projektteam. Notfallmedizin für Close- und Executive-Protection-Teams, wo der Medic sich mit dem Principal bewegt, kaum sichtbares Material führt und einen Herzinfarkt genauso beherrschen muss wie eine Verletzung. Vollständige Auffrischungen für Remote Medics, die monatelang keinen ernsten Fall gesehen haben. Und in laufenden Projekten Notfallübungen für die Leute, die ohnehin vor Ort sind, für die Zwischenfälle, die dieser Ort wirklich hervorbringt.
Auf der Sicherheitsseite stehen HEAT-Trainings für Menschen, die in Krisen- und Hochrisikogebiete reisen, Travel-Risk- und Security-Briefings sowie Workshops zu dem, was kein Zertifikat abdeckt, also Journey Management, Situational Awareness, Verhalten an Kontrollpunkten und wie sich ein Team verhält, wenn ein Plan nicht mehr trägt. Dazu Krisenübungen für die Personen, die die benannten Stabsrollen übernehmen werden, und Train-the-Trainer-Kurse, wenn das Ziel ist, dass Ihr Team den Kurs im nächsten Jahr selbst durchführt.
Die kürzeste und meistgenutzte Form ist das Reisebriefing vor Abflug. Eine Stunde zu Zielort, Anreise, örtlichen Gepflogenheiten, medizinischer Versorgung und dazu, wie Sie uns erreichen, für Einzelreisende ebenso wie für ein ganzes Team.
Interkulturelles Verständnis zieht sich durch jeden Kurs. Das meiste, was auf einem Einsatz schiefgeht, geht zwischen Menschen schief. An einem Kontrollpunkt, im Streit um ein Zimmer, in einer Ablehnung, die niemand als solche gemeint hat. Wer das richtig liest, verhindert mehr Zwischenfälle als jede Technik, die wir in derselben Stunde vermitteln könnten.
Lehre ist bei uns keine Nebentätigkeit. Unsere Geschäftsführung lehrt an Hochschulen und hat mehrere E-Learning-Module entwickelt.
Wer bei uns ausbildet
Wir stellen die Ausbildenden für jeden Kurs neu zusammen, nach Klient, Land und Schwerpunkt. Wer eine medizinische Auffrischung in Westafrika unterrichtet, ist selten dieselbe Person, die einem Medienteam das Verhalten an Kontrollpunkten beibringt.
Gemeinsam ist ihnen, dass sie diese Arbeit selbst gemacht haben. Soldaten, Polizisten, Notfallmediziner, Notfallsanitäter, Personenschützer, Höhenretter und Kommunikationsspezialisten, jeder für den Teil, den er wirklich kennt.
Der Unterschied fällt in der Szenarienarbeit auf. Wer selbst an einem Kontrollpunkt gestanden hat, erklärt einer Teilnehmerin, warum genau diese Bewegung an genau diesem Punkt gefährlich wird. Deshalb verkaufen wir Einsatzerfahrung auch nicht als Qualifikation für sich. Sie muss mit der Fähigkeit zu unterrichten zusammenkommen, und wir wählen nach beidem aus.
Wo gespart wird
Am häufigsten am Betreuungsschlüssel. Ein Kurs, der für zwanzig Personen mit einer ausbildenden Person verkauft wird, ist ein Vortrag mit Material, und gerade die, die das Üben am nötigsten hätten, sehen zu. Zweitens wird ein Zertifikat gekauft statt eines Kurses, meist weil ein Geldgeber oder ein Auftraggeber ein Dokument verlangt und keine Fähigkeit. Drittens wird einmal ausgebildet und nie wieder, obwohl gerade die Fertigkeiten, die schnell verfallen, binnen Monaten abbauen, also Blutungskontrolle, Funkdisziplin und eingeübte Abläufe.
Nichts davon fällt auf, solange nichts passiert. Was es dann kostet, ist ein Team, das die Ausrüstung hat, das Zertifikat besitzt und trotzdem stillsteht.
Wie wir HEAT gewichten
Viele HEAT-Kurse verbringen einen großen Teil der Zeit damit, Gefangenschaft zu simulieren. Wir gewichten anders. Die gefährlichsten Momente einer Entführung sind der Zugriff selbst und jeder Flucht- oder Befreiungsversuch, und danach schrumpfen die Möglichkeiten der entführten Person auf Mitgehen und Durchhalten. Fast alles, worauf eine reisende Person tatsächlich Einfluss hat, liegt vor dem Zugriff. Deshalb liegt unser Schwerpunkt darauf, die Situationen zu erkennen, zu vermeiden und zu entschärfen, die dorthin führen. Verhalten in Gefangenschaft behandeln wir als Wissen zum Mitnehmen, nicht als Erfahrung zum Durchspielen.
Konkret sind das Journey Management, die Auswahl von Route und Unterkunft, Profil- und Mustermanagement, Surveillance Detection, Verhalten an Kontrollpunkten, eingeübte Actions-on (vorab festgelegte Reaktionen auf definierte Ereignisse), Kommunikationsregeln mit vereinbarten Auslösern, die Vorbereitung von Proof-of-Life-Fragen und der Umgang mit digitalen Spuren.
An die medizinischen Inhalte legen wir denselben Maßstab. Geübt wird, was eine reisende Person selbst tun kann, bevor professionelle Hilfe da ist.
Wo Ihr Entsender ein bestimmtes Format vorschreibt, liefern wir dieses Format, einschließlich des Entführungsmoduls. Ein vorgeschriebenes sechstägiges HEAT bekommen Sie bei uns als vorgeschriebenes sechstägiges HEAT. Unsere Gewichtung gilt dort, wo Sie frei entscheiden.
Nach einem Zugriff übernimmt ohnehin ein anderes Fach. Gelöst wird der Fall über eine Kidnap-and-Ransom-Versicherung und spezialisierte Response Consultants, und handlungsfähig ist dann Ihre Organisation, nicht die entführte Person. Genau deshalb trainieren wir Ihren Krisenstab getrennt.
Dazu eine ehrliche Einschränkung. Für Sicherheitsausbildung insgesamt ist die Wirkungsevidenz begrenzt, und niemand kann seriös belegen, dass ein bestimmtes Kursformat Zwischenfälle verhindert. Wir bauen die Kurse deshalb aus Vorfalldaten und aus dem, was über Erwachsenenbildung bekannt ist. Und HEAT bleibt eine Maßnahme innerhalb eines Travel-Risk-Programms nach ISO 31030.
Wer vor Ort ausführt
Konzeption, Curriculum und Durchführung sind unsere Arbeit. Wo ein Kurs eine regulierte Qualifikation braucht, ein Zertifikat einer bestimmten nationalen Stelle oder klinische Praxis an echten Patienten, läuft das über einen akkreditierten lokalen Ausbildungsträger, und das Zertifikat kommt von dort. Diese Grenze benennen wir vorher, denn ein Zertifikat, das nicht anerkannt wird, wo Sie es brauchen, nützt Ihnen nichts.
Woran wir uns messen
Häufige Fragen
Was riskieren wir, wenn wir jemanden unvorbereitet entsenden?
Mehr, als die meisten Einkäufer erwarten, und dazu gibt es ein entschiedenes Urteil. 2015 sah das Bezirksgericht Oslo grobe Fahrlässigkeit beim Norwegian Refugee Council, nachdem einer seiner Mitarbeiter in Kenia angeschossen und entführt worden war, und sprach dem Mitarbeiter rund 4,4 Millionen NOK zu. Die Haftung entstand aus dem, was vor dem Zugriff versäumt worden war, nicht aus der Entführung selbst. Befreit wurde der Betroffene durch eine bewaffnete Operation, und das ist die eine Phase, für die niemand trainieren kann.
Nach einem Vorfall wird selten gefragt, ob er zu verhindern gewesen wäre. Gefragt wird, ob die Organisation getan hat, was sie zu tun zugesagt hatte. Die Ausbildung ist ein Teil dieser Antwort, neben der Beurteilung, dem Briefing und dem Nachweis, dass beides stattfand.
Gibt es einen anerkannten Standard für HEAT?
Nein, und das sollte man wissen, bevor man einkauft. Einen formell anerkannten internationalen HEAT-Standard gibt es nicht. Es gibt keine Stelle, die Kurse zertifiziert, keine festgelegte Mindestdauer und keinen verbindlichen Inhaltskatalog.
Was es gibt, sind Beschaffungsleitfäden einzelner Sektoren. Im humanitären Bereich stellt das Global Interagency Security Forum Material bereit, im Journalismus arbeiten die ACOS Alliance mit dem Industry Standard for Safety Training und das International News Safety Institute daran, und einzelne Entsender schreiben ihren eigenen Rahmen vor. Manche Anbieter lassen ihre Kurse zusätzlich über ein allgemeines Qualitätssiegel prüfen, was etwas über die Kursorganisation aussagt, aber nichts über den Inhalt.
Für Sie heißt das zweierlei. Ein HEAT-Zertifikat trägt den Ruf des Anbieters, nicht das Gewicht einer Norm. Und die einzige Frage, die zählt, ist, ob die Stelle, die Sie entsendet, diesen Kurs anerkennt. Das klären wir vorher.
Gibt es ein Zertifikat?
Ja, und es lohnt sich, genau hinzusehen, welches. Wir dokumentieren Teilnahme, Inhalte, Dauer und Datum. Diese Bescheinigung sagt aus, was sie sagt, nämlich dass jemand bei uns diesen Inhalt in diesem Umfang durchlaufen hat.
Davon zu unterscheiden sind regulierte Qualifikationen, bei denen der Gesetzgeber oder ein Auftraggeber die ausstellende Stelle vorschreibt. Betriebliche Ersthelfer dürfen in Deutschland nach § 26 Abs. 2 DGUV Vorschrift 1 nur eingesetzt werden, wenn sie bei einer ermächtigten Stelle ausgebildet wurden. Ähnlich liegt es bei GWO-Modulen für die Windindustrie und bei allem, was klinische Praxis an echten Patienten verlangt. In diesen Fällen organisieren wir die Durchführung über eine zugelassene Stelle, und das Zertifikat kommt von dort.
Für HEAT gibt es diese Instanz nicht, weil kein anerkannter internationaler Standard existiert. Ein HEAT-Zertifikat ist deshalb so viel wert wie der Anbieter, der es ausstellt. Ob Ihr Entsender es akzeptiert, klären wir vorher.
Wie groß sollte eine Gruppe sein?
Die Kursgröße ist die falsche Zahl. Entscheidend ist, wie viele Teilnehmende auf eine ausbildende Person kommen und wie viel Zeit jede Person selbst handelt statt zuzusehen.
Belastbare Zahlen dazu kommen aus der Simulationsforschung in der Medizin. Das ist ein anderes Fach, aber dasselbe Grundproblem. Für praktische Fertigkeiten sind Gruppen von zwei bis vier am wirksamsten, oberhalb von etwa sechs fällt die Wirksamkeit ab. Für die Erwachsenenbildung gilt daneben die Faustregel, dass Teilnehmende mindestens siebzig Prozent der Zeit selbst aktiv sein sollten.
Praktisch heißt das, dass eine Zwölfergruppe kein Problem ist, solange genug Ausbildende dabei sind und in Kleingruppen gearbeitet wird. Dieselbe Gruppe mit einer einzigen ausbildenden Person ist eine, in der die meisten zusehen. Wir planen in der Regel eine ausbildende Person auf drei Teilnehmende, und ein Szenarientraining im vollen Format setzen wir mit mindestens vier Ausbildenden an. Das kommt aus den Rollen, denn Rollenspiel, Sicherung, Übungsleitung und Beobachtung lassen sich nicht in Personalunion erfüllen.
Bei kleinen Gruppen bauen wir den Kurs anders auf. Weniger große Szenarien, dafür mehr praktische Übungen in kurzen Schleifen, an denen jede Person mehrfach selbst dran ist. Das Ergebnis ist gleichwertig, der Weg dorthin ein anderer, und welches Format Sie bekommen, klären wir vorher. Fragen Sie einen Anbieter aus demselben Grund nach der Zahl der Ausbildenden und nicht nach der Zahl der Plätze. Reine Briefings und Sensibilisierung skalieren dagegen weit darüber hinaus, weil dort niemand etwas mit den Händen können muss.
Schulen Sie auch im Einsatzland?
Meistens ja, und in der Regel ist es die bessere Wahl. Die Szenarien nutzen dann die echten Straßen, die echte Klinik und den echten Funkverkehr, und geübt wird mit den Fahrzeugen und Geräten, die danach wirklich benutzt werden. Der Transfer in den Alltag ist deutlich höher als bei einem Kurs auf einem Übungsgelände in Europa.
Drei Dinge klären wir vorher. Erstens die Rechtslage, denn Sicherheitsausbildung ist in manchen Ländern erlaubnispflichtig, und für Übungsmaterial, das nach Waffe oder Uniform aussieht, gilt das fast überall. Wir führen den Kurs deshalb über einen im Land zugelassenen Ausbildungspartner. Zweitens die Außenwirkung, denn ein Szenario, das aus der Ferne wie ein echter Vorfall aussieht, ist selbst ein Risiko. Örtliche Behörden, der Standort und die Nachbarschaft werden vorher informiert. Drittens die Lage. Wo sie eine Durchführung im Land unsicher macht, läuft der Kurs im Nachbarland, und wir behalten die konkreten Inhalte bei, mit denselben Routen, Kliniken und Kontakten in den Übungsunterlagen.
Weitere Leistungen
Travel Risk Management und Duty of Care
Travel-Risk-Programme nach ISO 31030, von der Freigabeschwelle bis zur Eskalation.
Mehr erfahrenMedizinische Absicherung und Rettungsplanung
Medizinische Konzepte, Staffing-Planung und die vollständige MEDEVAC-Kette.
Mehr erfahrenClose Protection und Executive Protection
Schutzkonzepte, Advance Work und Führung, Low Profile aus der Planung.
Mehr erfahrenRisiko- und Bedrohungsanalyse
Länder- und Standortanalysen, Begehungen und Audits, die in Entscheidungen enden.
Mehr erfahrenKrisen- und Notfallmanagement
Krisenstrukturen mit benannten Rollen, vor der Übergabe geübt.
Mehr erfahrenErst sprechen
Jedes Mandat beginnt mit einem vertraulichen Gespräch, und das ist kostenfrei. Beschreiben Sie den Einsatz und die Sorge dahinter. Wir sagen Ihnen, ob das die richtige Leistung ist, eine andere oder gar keine.
enquiries@foxpedition.com